Das Halsband III

Ich zittere. Diesmal nicht so sehr die Erregung wie sonst, sondern die Ungewissheit.

Ich habe sie mit ihrem Meister gesehen. Ich habe gehört, wie sie gebettelt hat. Wird sie mich dafür strafen? Oder wirs sie es gar nicht erst erwähnen?

Unsicher knie ich mich in die Mitte des Raumes. So habe ich sie zu erwarten. Immer schon. Schon in der ersten Stunde lernte ich das. Lang bevor sie so weit gehen konnte mit mir, bevor ich ihr so weit ausgeliefert war.

War sie ihrem Herren ebenso ausgeliefert? War das privat oder war es wie bei uns nur eine Geschäftsbeziehung?

Ich wüsste gern, wer er ist, wie stark er ist. Würde sie sich auch von mir dominieren lassen?

„Nein“ schallt es plötzlich durch den Raum. Ich zucke zusammen. Hatte ich etwa laut gesprochen?

Als sie auf mich zugeht, zitter ich nur noch mehr. Jetzt habe ich wirklich Angst. Ich schließe die Augen und senke den Kopf.

Die Gerte zischt laut neben meinem Ohr. Ich erwarte den Schlag – doch er kommt nicht.

„Du bist MEIN Eigentum“, sagt sie ruhig, aber bestimmt.

Meine Angst wird weniger, wenn auch nur langsam. Sie wird mich nicht verletzen, wenn ich das nicht will. Weiß ich. Hoffe ich. Ich erinner mich an den Vertrag, an die Vereinbarungen.

Ich spüre die Gerte unter meinem Kinn. Sie verlangt, dass ich den Kopf hebe. Also tu ich das. Aber ich trau mich nicht, die Augen zu öffnen.

Ein leichter Klapps auf die Schulter und ich seh sie an.

Sie trägt kein Halsband. Sie ist wieder sie selbst.

Wieder ein Schlag auf die Schulter, diesmal fester.

„Es geht Dich nichts an“, sagt sie. Und ich nicke. Ich werde aufhören darüber nachzudenken. Nicht vor ihr.

Sie bedeutet mir aufzustehen und fesselt mich ans Kreuz. Fest. Sie fragt nicht, ob es zu fest ist, als sich die Nieten der Lederfesseln in meine Handgelenke drücken.

Als ich leise stöhne, zieht sie nur eine Augenbraue hoch und zieht die Fesseln noch fester.

„Komm herein“ sagt sie laut und die Tür zum Nebenraum öffnet sich.

Erschrocken reiße ich den Kopf in die Richtung – was wird jetzt kommen?

Eine Sklavin kriecht in den Raum. Nackt, nur eine Maske hat sie an. Sie kriecht zu meiner Herrin und legt sich zu ihren Füßen.

„Wie ich es Dir gezeigt habe“, höre ich meine Herrin sagen und beginne zu zittern.

Die Sklavin krabbelt auf mich zu, kniet sich vor mich. Für einen Moment seh ich ihre Augen.

Und das Halsband, dass sie trägt.

Noch bevor ich irgendwas sagen kann, zieht sie mir mit dem Mund ein Kondom über…

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